Bei Canaan nimmt die Handlung langsam fahrt auf und wir wissen immer ein wenig mehr über die Hintergründe, die Häppchen für Häppchen preisgegeben werden. Leider sterben die wohl wichtigsten Hinweise einfach so schnell weg, dass man ihnen nicht mehr nachgehen kann. Aber dazu kommen wir erst später.
Was ist nun also mit dem schönen Kätzchen passiert, das am Ende Minoru den Kopf verdrehte? Wie sich herausstellt arbeitet sie in einem nach japanischen Vorbild gestalteten Cosplay-Café, in das sie von Minoru verfolgt wird. Gleichzeitig hat er durchaus so einige Probleme seine Gelüste vor Maria geheim zu halten.
Sein Versuch der Rechtfertigung schlägt beim betreten des Lokals natürlich prompt fehl, wie nachfolgende Szene eindeutig illustriert. Nur verständlich, dass er es da gar nicht mehr abwarten konnte. Da siegt der männliche Instinkt über die Vernunft.
Nachdem sie von dem Türsteher in das Café hineingeschleppt wurden und eigentlich nichts besonderes an diesem Lokal finden, was sie nicht auch schon aus Japan gewöhnt sind (abgesehen von der vollkommenen Übertreibung japanischer Gewohnheiten), stellt sich fast so etwas wie Ruhe ein, als er plötzlich die Angebetete erblickt, die sich still und heimlich sich neben ihn gesetzt hat.
Als er sie zu befragen versucht, kommt es zu einer weiteren urkomischen Szene. Da sie scheinbar kein Japanisch versteht, versucht er es auf Chinesisch, was sie wohl falsch verstanden haben muss. Dabei entdeckt er die gleiche bläuliche Markierung, die er auch schon bei den anderen Opfern beobachtet hatte. Sie diesbezüglich befragen wollend, erregt er die Aufmerksamkeit des Türstehers und landet auf draußen auf dem Müll.
Nachdem die beiden also kein Dach mehr über den Kopf haben und auch ihr altes Zimmer nicht betreten können, quartieren sie sich über Nacht in ein Einbettzimmer ein. Aber da Minoru ja nur auf Frauen mit großen Brüsten steht und Maria ja sowieso nicht wirklich leiden kann, schläft er artig auf dem Fußboden, bis ihm am nächsten Morgen die Knochen weh tun. Unterdessen bekommen die beiden kurz nach dem Aufwachen unerwarteten Besuch von Canaan, die scheinbar über Augen mit so etwas wie einem Geruchssinn verfügt und daher auch keine Probleme damit hat, Maria aufzuspüren. Aber statt bei dem freudigen Wiedersehen schön brav die Fragen von Minoru zu beantworten, hält Canaan stur daran fest, mit Maria “spielen zu gehen”. Dabei spielen sie natürlich nicht wirklich, sondern machen einen größeren Ausflug durch die Stadt, bei dem in Maria auch Gedanken and ei Vergangenheit von Canaan wach werden. So wird die Vermutung nahe gelegt, dass Alphard (Bösewicht Nr. 1) ihre Schwester sein könnte, da beide die gleiche Tätowierung (eine Schlange) am Arm tragen.
Während die beiden einen schönen Tag verbringen und dabei vom “jüngeren” Bruder des alten Mannes beobachtet werden, feilt man in er Unterwelt schon wieder an bösen Plänen, über die aber selbst die Zuschauer im Dunkeln gelassen werden. Stattdessen wird die masochistische Art von Cumming (2. von links) immer deutlicher. Ja er scheint es wirklich zu genießen von Liang Ji mit schmerzhaften Spielwaffen beschossen zu werden. Liang hat daran natürlich auch ihre Freude.
Den Tag hatte sich Minoru offensichtlich anders vorgestellt. Aber zu seinem Glück, oder Unglück, wir wissen es noch nicht, bekommt er von Hakkō Gesellschaft. Diese bezirzt ihn abermals mit ihrer liebevollen, unschuldigen, aber auch sehr stillen Art. Dies lässt ihn annehmen, dass Hakkō vermutlich stumm ist und bietet ihr etwas zu essen an, was sie dankbar annimmt und auch auf ein Happen verspeist. Ob Hakkō nun wirklich stumm und vielleicht sogar taub ist, dass wird sich erst noch zeigen. Ungewöhnlich daran wäre allerdings, dass ihr Rolle mit Sprecherin Mamiko Noto besetzt wurde, was doch noch Hoffnung auf ein paar verführerische Sätze macht.
Während die beiden eine gemütliche Zeit im Park verbringen, besuchen unterdessen Maria und Canaan einen “Leuchttunnel” als Attraktion. Was sie dabei nicht erahnt hatten war, dass es sich dabei um eine Falle des Bruders von alten Manne handelt. Dieser sorgt für einen Stromausfall und legt obendrein durch eine Attrappe Canaan herein, die Maria ungeschützt in der kleinen Bahn zurückließ. Die entführte Maria bekommt dabei eine Sprengladung mit Zeitzünder auf den Kopf montiert und wird auch unsanft an die Brust gefasst. Welchen Zweck dies erfüllen sollte bleibt jedoch unklar, da es offensichtlich nicht zu Belustigung geschah. Als Canaan sie wie ein Hund aufgespürt hat, kommt es zu einem unfreiwilligen Ende, bei dem auch der Bruder erschossen ums leben kommt. Zuvor erfährt wird einen noch klar gemacht, warum sein Bruder so alt aussah. Dieser besaß wegen einer Mutation durch das Ua-Virus zwei Herzen und verfügte dadurch über große Kräfte. Allerdings alterte er dadurch auch wesentlich schneller. Der noch junge Bruder hatte dahingegen die Fähigkeit seinen Körper aufs extremste zu verbiegen, was er nutzte um sich in einen kleinen Schacht zu verstecken.
Letztlich führt die Situation dazu, dass Maria wusste, dass die Zeitbombe die hochgehen würde, nachdem die Zeit abgelaufen war, sondern nur, wenn sie etwas nicht erlaubtes sagen würde. Dadurch konnte sie allerdings Canaan nicht mehr davon abhalten, ihn zu erschießen und ist nun von der kühlen Art Canaans erschüttert. Gleichzeitig scheint dies auch Canaan zu wittern und lässt sie allein zurück, da auch sie nun enttäuscht ist.
Es war eine sehr schöne Episode, die nicht so viel Action zu bieten hatte wie die vorherigen. Dafür gab es eine ordentliche Portion Fanservice und die Spannung steigt sanft an. Denn noch immer sind viele Fragen ungeklärt und die die es beantworten könnten, können am Ende der Folge nicht (mehr) sprechen.


































