Verfasst von: nyamin | 20. Juli 2009

Bakemonogatari – Episode 03

Nachdem in der zweiten Folge Hitagis Abschnitt weitgehend abgeschlossen wurde, bleibt sie dennoch zusammen mit Moyomi die Hauptfigur dritten Folge. Optisch hat sich jedoch allerdings viel getan. So dominieren diesmal nicht nur ein durchdringendes Rot das Bild, sondern vor allem ein stechendes Gelb und Blau, was durchaus ein wenig an die teilweise recht misslungene Farbgestaltung zu DDR-Zeiten erinnert. Vergleichbar mit der Plattenbau-Monokultur werden diesmal auch weite Teile der Hintergründe durch Symmetrien und geraden Linien dominiert.

Aus der grauen Masse herausstechende Elemente ist man schon gewöhnt.

Die vorherrschenden Farbtöne sind diesmal Rot und Blau,

Symmetrisch aufgebaute und somit vollkommen langweilige Spielplätze für Kinder.

Auf diesem verlassenen Spielplatz treffen also Koyomi und Hitagi erneut aufeinander. Wer aber dachte, dass sie bereits in der letzten Folge ihre Verwandlung als Tsundere abgeschlossen hat, der wird eines besseren belehrt. Ihre Worte sind immer noch fast so scharf wie zuvor und rammen den arglosen Koyomi nahezu ungespitzt in den Boden. Wer würde ihr aber auch bei diesem Anblick widersprechen wollen? Koyomi kann dies offensichtlich nicht und das weiß sie sehr, sehr genau.

Eine hässliche Plasik in der Mitte, das ist der Traum eines jeden Architekten.

Hitagi, anziehend wie eh und je.

Hitagi, anziehend wie eh und je, aber auch fies wie zuvor.

Nachdem man sich also ansehen konnte, wie hier Hitagi über Koyomi mit wunderbaren Wortspielen herfällt, kommt man zwischenzeitlich auch immer wieder mal in den Genuß von Bildmomenten der besonderen Natur, deren Interpreation wohl vielfältig sein dürfte. So zappelt in der ersten Szene der Himmel umerher, statt schön artig in eine Richtung zu ziehen. Dieses komische Plastikgemüse wird hier wohl auch symbolisch gehängt. Warum nicht, ich fand das Teil sowieso hässlich.

Im Hintergrund bwegt sich nicht der Himmel, nein er zappelt.

Wenn einem die Plastik nicht gefällt, liegt diese Vorstellung vermutlich nahe.

Nachdem wir also eigentlich nicht viel neues erfahren haben, außer das Hitagi auch weiterhin den kleinen Ex-Vampir allein schon mit worten zu Brei schlagen kann, kommt dann doch noch eine Wende in der Handlung. Ein kleines Mädchen steht wiederholt am Fahrplan (man beachte die Haltestellen) und scheint nicht zu wissen wohin. Das ruft Koyomi auf den Plan, der sein erstes Date sich sicherlich auch ganz anders vorgestellt hatte. Aber statt auf eine freundliche oder dankbare Reaktion des Mädchens zu stoßen, streut sie mit zusätzlichen Demütigungen auch noch Salz in die offenen Wunden. Schlimmer noch – greift ihn sogar an, was dann letztlich doch in einen Gewinn für Koyomi endet, bei dem das junge Mädchen wie eine Schildkröte bewusstlos auf ihrem übergroßen Rucksack liegen bleibt.

Kleine Mädchen die hilflos vor einem Plan stehen, versucht man zu helfen.

Gut gelaunt und über angebotene Hilfe erfreut ist sie jedenfalls nicht.

Sie geht sogar zum Gegenanfriff über

Ein gefühlvoller tritt in die Magengegend.

Artistische Flugeinlagen trotz eines Handycaps in größe eines Einkaufswagens auf dem Rücken.

Karusellfahren ist so schön.

Fertig zum Abflug, wenn nur nicht überall diese Gitterstäbe wären.

Letzlich findet man doch ein wenig Ruhe.

Letztlich findet man doch ein wenig Ruhe und Zeit sich ihre Probleme anzuhören. Hitagi hat dafür aber wohl nur wenig Interesse. Wie sich diese Handlung nun entwickelt ist also noch offen, obwohl wir wissen, das damit nun der Abschnitt Hitagi Crab abgeschlossen ist und zu Mayoi Snail überwechselt.

Die Folge an sich war durchaus unterhaltsam, auch wenn sie nicht ganz an die Klasse der ersten und zweiten Folge herankam und womöglich manch einen Zuschauer durch die langen Dialoge gelangweilt hat, die aber durchaus als sehr ausgefeilt und nicht so leicht verständlich gelten können.


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