Nachdem in der zweiten Folge Hitagis Abschnitt weitgehend abgeschlossen wurde, bleibt sie dennoch zusammen mit Moyomi die Hauptfigur dritten Folge. Optisch hat sich jedoch allerdings viel getan. So dominieren diesmal nicht nur ein durchdringendes Rot das Bild, sondern vor allem ein stechendes Gelb und Blau, was durchaus ein wenig an die teilweise recht misslungene Farbgestaltung zu DDR-Zeiten erinnert. Vergleichbar mit der Plattenbau-Monokultur werden diesmal auch weite Teile der Hintergründe durch Symmetrien und geraden Linien dominiert.
Auf diesem verlassenen Spielplatz treffen also Koyomi und Hitagi erneut aufeinander. Wer aber dachte, dass sie bereits in der letzten Folge ihre Verwandlung als Tsundere abgeschlossen hat, der wird eines besseren belehrt. Ihre Worte sind immer noch fast so scharf wie zuvor und rammen den arglosen Koyomi nahezu ungespitzt in den Boden. Wer würde ihr aber auch bei diesem Anblick widersprechen wollen? Koyomi kann dies offensichtlich nicht und das weiß sie sehr, sehr genau.
Nachdem man sich also ansehen konnte, wie hier Hitagi über Koyomi mit wunderbaren Wortspielen herfällt, kommt man zwischenzeitlich auch immer wieder mal in den Genuß von Bildmomenten der besonderen Natur, deren Interpreation wohl vielfältig sein dürfte. So zappelt in der ersten Szene der Himmel umerher, statt schön artig in eine Richtung zu ziehen. Dieses komische Plastikgemüse wird hier wohl auch symbolisch gehängt. Warum nicht, ich fand das Teil sowieso hässlich.
Nachdem wir also eigentlich nicht viel neues erfahren haben, außer das Hitagi auch weiterhin den kleinen Ex-Vampir allein schon mit worten zu Brei schlagen kann, kommt dann doch noch eine Wende in der Handlung. Ein kleines Mädchen steht wiederholt am Fahrplan (man beachte die Haltestellen) und scheint nicht zu wissen wohin. Das ruft Koyomi auf den Plan, der sein erstes Date sich sicherlich auch ganz anders vorgestellt hatte. Aber statt auf eine freundliche oder dankbare Reaktion des Mädchens zu stoßen, streut sie mit zusätzlichen Demütigungen auch noch Salz in die offenen Wunden. Schlimmer noch – greift ihn sogar an, was dann letztlich doch in einen Gewinn für Koyomi endet, bei dem das junge Mädchen wie eine Schildkröte bewusstlos auf ihrem übergroßen Rucksack liegen bleibt.
Letztlich findet man doch ein wenig Ruhe und Zeit sich ihre Probleme anzuhören. Hitagi hat dafür aber wohl nur wenig Interesse. Wie sich diese Handlung nun entwickelt ist also noch offen, obwohl wir wissen, das damit nun der Abschnitt Hitagi Crab abgeschlossen ist und zu Mayoi Snail überwechselt.
Die Folge an sich war durchaus unterhaltsam, auch wenn sie nicht ganz an die Klasse der ersten und zweiten Folge herankam und womöglich manch einen Zuschauer durch die langen Dialoge gelangweilt hat, die aber durchaus als sehr ausgefeilt und nicht so leicht verständlich gelten können.















