Vorspann
Nachdem man sich in der ersten Folge noch ohne Vorspann, aber mit einem würdigen Ersatz, zufrieden geben musste, kam man nun also in der zweiten Folge in den Genuss des Titels Staple Stable von Seiyū Chiwa Saito. Allerdings muss ich feststellen, das mir die Musik nicht so wirklich gefiel und mir auch nicht so wirklich zu dem Anime passte.
Entschädigt wurde man aber in mehrfacher Hinsicht. Ich habe keine Ahnung warum es in diesem Anime so viele Schreibutensilien zu sehen gibt, aber die Klammeraffen verfolgen einem durch das gesamte Intro und sind dabei stets in Bewegung um irgend ein unsichtbares Papier zu quälen. Farblich heben sie sich, wie auch sonst immer wieder einige Elemente innerhalb der Serie, stark von den mit einer Kamera aufgenommenen und in schwarzweiß gehaltenen Hintergründen zusammen mit der Schrift stark ab.
Zum Abschluss des Vorspanns tritt dann auch noch die selbst ernannte Tsundere Hitagi Senjōgahara ins Bild und scheint Godzilla zu Mimen.
Duschen mit Hitagi
Wie ich bereits andeutete, wurde man in mehrfacher Hinsicht für die nicht gerade überragende Musik (über Geschmack lässt sich streiten) des Vorspanns hinweg getröstet. Als Trostspender trat im diesem Fall Hitagi auf, die ganz offensichtlich kein Problem damit hat sich vollständig vor dem Protagonisten zu entblättern. Nein im Gegenteil, sie scheint es zu genießen Koyomi, der sich selbst als Jungfrau zu erkennen geben muss, mit ihrer tollen Figur in ärgste Verlegenheit zu bringen.
Ja ein solcher Anblick in Full Animtion ist schon etwas feines. Schade eigentlich nur, dass man als Zuschauer eben nicht alles zu sehen bekommt und man am liebsten die Szenen mit den Augen von Koyomi betrachten würde. Der scheint davon allerdings vollkommen überfordert zu sein und schaut freiwillig weg. Da ist er wohl selber schuld, wenn er sich dies entgehen lässt.
Ja er würde ja doch gern hinsehen, aber vor lauter Schweiz wird er wohl kaum noch aus den Augen gucken können. Zudem treibt ihm sein natürlicher, wenn auch übertriebener, Scham dazu möglichst jeden Anblick zu vermeiden. Beachtenswert ist bei dieser Szene vor allem, wie lange Hitagi benötigt um sich anzuziehen. So stellt sie mittendrin fest, dass sie doch erst ihre Haare trocknen sollte und redet sich zum Schluss damit heraus, dass ihr die Sachen zu schwer sein. Mir könnte dies recht sein, ist es doch in der Realität doch meist anders herum.
Ja an dieser einen Szene kann man viel erkennen. Nein – ich spreche nicht von ihrer vorzüglichen Figur, sondern von einer typischen Art des Studio Shaft. Wie schon von Sayonara Zetsubō Sensei bekannt, bleibt das Muster mancher Kleidung einfach im Raum stehen, bzw. bewegt sich bewusst nicht mit der Figur.
Der Hintergrund deutete es schon an. Die gesamte Wohnung von Hitagi scheint neben Holz zu einem Großteil aus altem Zeitungspapier zu bestehen. Davon werden uns immer mal wieder zwischendurch ein paar mehr oder weniger anspruchsvoll gestaltete Seiten gezeigt, die ganz nebenbei den aktuellen Dialog illustrieren.
Was hier ein wenig seltsam anmuten mag, das sind die vielen einzelnen Haare die aus den Strähnen herausbrechen. In Bewegung ein gar herrlicher Effekt, der mir woanders bisher nicht aufgefallen war.
Kameraführung
Bisher hatte ich mich dazu noch nicht geäußert, aber die Kamerafahrten und Perspektiven suchen ihresgleichen. Hier wird mal eben schnell das Bild auf den Kopf gestellt, die Szene aus der Luft betrachtet oder einfach mal durch eine Spalte im Fußboden geguckt. Alles in allem ergibt dies ein wunderbares Gefühl und hilft vor allem über die sonst vielleicht sehr einfach anmutenden und langen Dialoge hinweg. So ist es jedenfalls ein Vergnügen sich von einer Überraschung noch nicht erholt zu haben und schon bereits die Nächste serviert zu bekommen.
Ein wenig zur Handlung
Die Handlung ist weitaus weniger aufregend als die gebotenen Eindrücke und lässt sich in dieser Folge recht schnell zusammenfassen. Hitagi leidet ja bekanntlich darunter, zu wenig zu wiegen. Um dieses Problem zu beseitigen, wollen sie also um Mitternacht den verantwortlichen Gott beschwören, in dessen Vorfeld sich die Duschszene mit einer Reinigung zu rechtfertigen scheint. Bei der eigentlichen Zeremonie kann sich Hitagi schließlich von dem Fluch befreien, als sie ihre eigene Vergangenheit und das Schicksal ihrer Mutter akzeptiert.
Von ihren Ängsten erlöst, schlägt der Effekt einer Tsundere erbarmungslos zu. Sie wird zu einer Moe-Figur klassischer Art und wird ihre Schreibzeug womöglich auch nur noch zum Schreiben benutzen.
Moyomi muss unterdessen erfahren, dass Schwestern ganz gewaltig nerven können. Vor allem, wenn man früh aufstehen muss, nachdem man sich die Nacht mit wichtigeren Dingen um die Ohren geschlagen hat. Aber seine Schwestern sind wohl nicht das einzige Problem, denn er scheint nun auch seine Problem mit dem Gewicht zu haben.


























Das Opening ist eigentlich Staple Stable von Hiragi-Sprecherin Chiwa Saito, Kimi no Shiranai Monogatari ist das Ending ;)
Von: ringlord am 15. Juli 2009
um 2:11 AM
Oh, verdammt – das stimmt natürlich. Vielleicht sollte ich doch nicht mitten in der Nacht auf die Idee kommen zu Bloggen. ;-)
Von: nyamin am 15. Juli 2009
um 7:53 AM