Verfasst von: nyamin | 11. Juli 2009

Tokyo Magnitude 8.0 – Episode 01

Nach längerer Zeit mal wieder ein Anime der versucht auf Magie und übernatürliche Kräfte zu verzichten und stattdessen mit einer kuriosen Gegebenheit aufwarten kann. In Tokyo Magnitude 8.0 geht es um ein Erdbeben der Stärke 8, dass sich heimtückisch ausgerechnet Tokio als Ort der Zerstörung aussucht. Entsprechend der Ankündigung von Studio Bones wurde hier versucht, dieses hypotetische Szenario möglichst realistisch mit all seinen Konsequenzen darzustellen. Ob dies im Endeffekt wirklich glaubwürdig erscheint und sich die Recherche-Arbeiten gelohnt haben, das bleibt vorerst noch abzuwarten. Um welches Ausmaß der Zerstörung es sich handeln soll, ist in folgendem Bild aus dem Vorspann recht gut ersichtlich.

Bilder der Zerstörung aus dem Vorspann.

In der ersten Folge passiert noch recht wenig, denn wir befinden uns noch in der Zeit vor dem Erdbeben. Dafür lässt sich der Anime Zeit uns in das Familienleben der Protagonistin Mirai Onosawa einzuführen. Die Mittelschülerin hat nämlich gerade Sommerferien  und ihre nicht gerade gut ausfallenden Zeugnisse bekommen.

Sehr erbauend sind die Zeugnisse nicht ausgefallen.

Mal abgesehen von ihrem kleinen Bruder der sie für Handy-fanatisch hält, scheint sich in ihrer Familie dafür aber kein Mensch zu interessieren.

Ihr junger Bruder bringt sie ebenfalls auf die Palme

Ihre Familie lebt in ziemlich zerrütteten Verhältnissen und so bemerkt man kaum, das ihre Mutter eigentlich Geburtstag hat. So wie die Familie nicht in einen gemeinsamen Urlaub fährt, so wird auch nicht am Geburtstag zusammen gefeiert. Stattdessen hetzt ihre Mutter der Arbeit hinterher und ihr Vater scheint es nicht einmal peinlich zu sein, den Geburtstag seiner Frau verpasst zu haben. Mit Beginn ihrer Pupertät, erwächst daraus in Mirai ein Abneigung gegen so gut wie alles.

Langweiliger Familienalltag, selbst zum Geburtstag.

Bis tief in die Nacht auf dem Handy tippen und mit dem Teddy kuscheln...

Entsprechend der nächtlichen Konversationen, wobei man nicht erfährt mit wem, sieht sie am nächsten Morgen entsprechend verschlafen aus.

Verschlafen am Morgen und "was zu Hölle habt ihr vor?"

Statt die Ferien genießen zu können wird ihr also gleich am ersten Tag ihr junger Bruder ans Bein gebunden. Mit diesem soll sie eine Roboterausstellung besuchen, was sie sichtbar, nicht begeistert.

Vom Bruder verfolgt und belehrt zu werden, dass gefällt ihr nun gar nicht.

Wenigstens konnte sie sich auf der Hinfahrt vom Anblickt einer großen Brücke begeistern lassen, auch wenn ihr die anschließende Ausstellung nur wenig Freude bereitet. Nachdem ihr Bruder auch noch auf die Idee kam ein Geschenk für ihre Mutter zu kaufen und sie sich mal wieder wie ein Kind behandelt fühlt, ist so ziemlich der Tiefpunkt erreicht. Dieser wird nur noch von einem kleinen Kind gesteigert, dass sie als Handtuch für sein klebriges Eis benutzt.

Für überragende Architektur (Brücke im Hintergrund) kann sie sich offensichtlich ein wenig begeistern.

Während sich ihr Bruder noch einmal kurz auf die Toilette verzogen hat, begibt sie sich bereits in Freie und kann nicht wirklich verstehen, wieso sich andere Leute für das Leben begeistern können. Zugleich schielt sie aber auch ein wenig neidisch auf die  flirtenden Pärchen. Jedoch wird dies das letzte schöne Foto werden.

Ein letztes Foto vor dem Beben.

So schließt die erste Folge mit dem Beginn des Erdbebens, dessen Folgen noch nicht genau absehbar sind.

Die ersten Teile der Stadt brechen zusammen.

Erstes Fazit

Der Anime konnte trotz vergleichsweise einfacher Zeichnungen und nicht immer ganz flüssiger Animation bisher gut gefallen, da viel Wert auf die Stimmung gelegt wurde, die sich einfach aus der Situation heraus ergibt. So schaffte es Bones in der ersten Folge eine realistische Welt aus Sicht einer dreizehnjährigen Schülerin zu visualisieren, die mit den typischen Problemen zu kämpfen hat.


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